Ein Energieaudit beginnt selten mit einer Begehung. Es beginnt mit der Frage, welche Verbrauchsdaten im Haus bereits vorhanden sind — und in welcher Form.
Was vorher zusammenkommt
Je vollständiger diese Grundlage ist, desto kürzer wird der Teil, für den jemand vor Ort sein muss:
- Strom-, Gas- und Wärmeabrechnungen der letzten drei Jahre
- Zählerstruktur: welcher Zähler erfasst welchen Bereich
- Betriebszeiten und, wo vorhanden, Lastgänge
- Anlagenliste mit Baujahr und Nennleistung
- Flächen und Nutzungsarten der Gebäude
Was die Begehung dazugibt
Zahlen sagen, wo viel verbraucht wird. Sie sagen nicht, warum. Diesen Teil klärt die Begehung: Regelungen, die gegeneinander arbeiten, Anlagen, die außerhalb der Betriebszeit weiterlaufen, Wärme, die niemand mehr nutzt.
Was am Ende dasteht
Ein Bericht mit Maßnahmen, jede mit Aufwand, Einsparung und Amortisation. Wirtschaftlich sortiert, nicht technisch — die Reihenfolge soll eine Entscheidung tragen und nicht nur eine Möglichkeit beschreiben.
Der Bericht ist damit auch die Grundlage für alles Weitere: Förderanträge, Nachweise und die nächste Bilanz bauen darauf auf.

